7. Februar = EU-”Safer Internet Day”!
Heute habe ich gespürt, was es bedeutet, gefragter Referent in Sachen Kinder- und Jugendschutz zu sein. Von Vortrag zu Vortrag "gehetzt", die Nachfrage groß wie nie! Kein Wunder, war doch der 7. Februar dritter europaweiter "Safer Internet Day" für mehr Jugendschutz! Vor allem an Schulen ging es darum, den Jugendlichen Mut zu machen! V. a. darum, Mädchen zu ermutigen, bei eventueller sexueller Belästigung in Flirt-Chats & -Communities, per E-Mail oder short-message, Anzeige gegen die Peiniger zu erstatten! Darum, besonders junge Mädchen zu warnen, niemals mit einer Netz-Bekanntschaft ein Date auszumachen! Sich niemals mit einem Kerl allein zu treffen, ohne Mutter oder Vater zu informieren! Aber auch darum, die Medienkompetenz der Jungs und Mädels zu optimieren.
Schon 1997 wurde ich, Magnus Becker, für dieses Engagement gegen sexuellen Missbrauch vor und hinter dem Bildschirm, für "Screen-Peace" ausgezeichnet: mit dem Netd@ys NRW-Award. 1998 erfolgte eine Riesen-Resonanz in der deutschen Medien-Landschaft durch meine gezielte "Fördert den Jugendschutz -KidPorn im Internet bekämpfen!"-Kandidatur für den Deutschen Bundestag. Dass ich nicht gewählt wurde (bei einem Etat von nur 300,- statt 3.000.000 Euro), war klar. Dass ich aber von Talkshow zu Talkshow, von Reportage zu Reportage herumgereicht werden würde und meine Forderungen vermitteln konnte, das war nicht von Beginn an ausgemachte Sache. Umso größer war der Neid und die Missgunst, aber auch die Furcht der Pädo-Szene vor immer lauter werdenden Appellen besorgter Eltern, die sich meinem Anliegen anschlossen, an "die da oben", mehr gegen Jugendgefährdendes zu tun! Seitdem deswegen die vielen Verleumdungen gegen mich! Der Sumpf organisierter Pädo-Krimer ist noch längst nicht ausgetrocknet und ich werde mir auch weiterhin nicht den Mund verbieten und mich nicht verbiegen lassen! Es muss mehr geschehen, es müssen schwerere Geschütze aufgefahren werden als das stumpfe Schwert der Freiwilligen Selbst-Konrolle der Internet-Wirtschaft! Ja, damit mache ich mir viele Feinde, mit diesem Ziel. Aber ich werde nicht müde, mahnend das Wohl junger Menschen über den ökonomischen Profit zu stellen!
Der Interessenverband Neue Medien (IVNM), dem unter anderem zahlreiche Firmen aus dem Erotikbereich angehören, will Hinweisen zu illegalen Inhalten im Netz, insbesondere Kinderpornografie und Rechtsradikalismus, nachgehen. Schön und gut! Doch was, wenn jemand Mädchen- und Frauenverachtung auch auf Seiten von IVNM-Mitgliedern anprangert? Bspw. auf Sites, die mit dem Kindchen- und Lolita-Schema "spielen" (selbst wenn die abgebildeten jungen Frauen alle schon 18 Jahre alt sein sollten). Wo ist die Grenze zwischen "geschmackvoller" und geschmackloser Sexualität? Ist die (digitale) Darstellung von Sex nicht auch in harmlosen Formen für junge Leute unzumutbar? Muss es sein, dass heutzutage schon 12- und 13-jährige girls mit Sex-Szenen am PC konfrontiert werden und so womöglich auf dumme Gedanken kommen, auf den Babystrich geraten, "Nachwuchs"-Huren werden? Demütigend und in Gesellschaft junger Männer geradewegs peinlich, wie mir mehrere Mädchen berichtet haben. Nein, dem muss Einhalt geboten werden! Wer dabei aber auf FSK setzt, der hat leichtfertig den Bock zum Gärtner gemacht, ohne weitere Anstrengungen (eigene Jugend-, v. a. Mädchen-Medien ins Netz zu stellen, die deutliche Worte gegen Zwangs-Prostitution und -Pornographie finden) zu unternehmen. Jungen und Mädchen mehr Selbstbewußtein zu vermitteln, das gelingt z. B. terre des hommes.
Gleichwohl, dass der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco heute eine www.internet-beschwerdestelle.de eingerichtet hat, ist immerhin ein erster Schritt in die richtige Richtung. Begrüßenswert auch der Ansatz, einen "Blogathon" für mehr Jugendschutz in der Blogospäre zu starten.
Sende Deine Meinung bitte an info@magnusbecker.de!
in english:
…Schoolchildren and teachers changed places in Germany (Münster), too: the pupils were presenting the potential of innovations such as ‘blogs’ (Internet diary, f. ex. the famous german Blog of Magnus Becker against sexual harassment und violence), ‘chats’ (live conversations) and others that are the most popular among children and youth, explaining how to use them safely, and the teachers together with parents were listening. Listening about pages like "Screenpeace":
There are many people working hard to ensure that the internet safety messages are heard. It seems clear that children are the key. Confident with blogging, IM, chat and all things internet based, they embrace the new technologies seeing them as an exciting way to communicate and aren’t afraid to have a go. Children in our schools frequently know more about modern communication technologies than those who teach them and this is particularly true in primary schools.
We have a duty to educate not only children about the internet but also their parents and carers. Research has shown us that children can easily be lured into a false sense of security and too many feel that it can never happen to them…
In Germany we need to make better use of the resources and expertise that we have. Someone needs to take responsibility to ensure that everyone in every school understands the dangers and how to protect children from them. Internet Literacy should be a part of the curriculum.
In the past, every child was made aware of “stranger danger” and what to do, indeed, parents expected their children to learn about this in school. Internet Safety must be the stranger danger of the 21st century and we must realise this quickly. We need to have a cohesive strategy that everyone can understand, different departments with their own initiatives don’t work and too many people are not getting the message. Government understand the issues and now need to join up their thinking to deliver this important message to everyone.
The public lesson was attended by approximately 90 teachers and parents and even more were watching an online broadcast. The event attracted a lot of media attention.
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