Gegen Fremdenfeindlichkeit

Was ist nur aus dem (2000/01 vollmundig vom Kanzler verkündeten) "Aufstand der Anständigen" geworden? Die Regierung blieb weitestgehend untätig, ja, legte den (in ihren Augen) "allzu nassforsch fordernd auftretenden" Jugendgruppen gegen Gewalt gar Steine in den Weg. Sie ließ Initiativen wie die Weiße Rose-Jugend im Stich und machten ihnen (als diese sich darüber beschwerten) das Leben schwer. Indem regierungsnahe Journalisten gedrängt wurden, das durch und durch positive Projekt zu zerreden. Doch die jungen Menschen ließen sich nicht unterkriegen, setzten ihre bewusstseinsbildende Öffentlichkeitsarbeit gegen Rechts- und Links-Extremismus aus eigener Tasche fort. Von der Tagesschau über Westpol bis hin zu einem VOX-Computermagazin wurde das entsprechend gewürdigt. Im Einzelnen handelte es sich um folgende Aktivitäten gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus, für Toleranz, Weltoffenheit und Mitmenschlichkeit, die der freie Journalist Magnus Becker
Internet:
Deutschlands grösste Linksammlung gegen extremistische Gewalt und mit Aktivitäten gegen Fremdenfeindlichkeit, die bundesweit umfassendste tägliche Presseschau zum Thema und die aktuellsten Artikel in der Online-Zeitung www.weisse-rose.info (mit im Gegensatz zu staatlich hoch subventionierten Seiten optimaler Interaktion -Gastkommentare, Gästebuch-); Cyber-Coaching in Web-Weekend-Workshops.
Radio und Fernsehen:
Im Lokalfunk ("Sophie-Funk") und Kabel-Kanal ("Sophie-TV") gehen junge Aktive der Weisse Rose-Jugend im Gedenken an ihr Idol Sophie Scholl auf Sendung, um mit Musik ("Sp@cegirls"-’Rap gegen Rassismus’) und Poesie Zeichen zu setzen.
Buch:
Das sehr gefragte Taschenbuch "Mythos Neonazi" aus der Feder des bekannten Neonazi-Aussteigers und Szene-Kenners Stefan Jahnel erscheint in der Weisse Rose-Edition. Das Enthüllungswerk (ISBN 3-937034-63-3) ist zu beziehen beim "pro literatur Verlag", Franz-Brunner-Weg 12, 82291 Mammendorf, FAX 08145 – 99 77 20, http://www.autorenbuchhandel.de/shop/catalog/product_info.php?products_id=161 (136 Seiten, 13.80 €) – mit ihrer "Aktion Notausgang/ExD (Exil Deutschland)" hilft die Gruppe zudem ausstiegswilligen Mitläufer(inne)n von rechts- und auch links-extremen Zirkeln bei der Abnabelung vom politischen Extremismus.

Kunst:
17 der insgesamt 58 Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 13 und 34 Jahren schufen"(S-)PRAY! Kreuz contra Hakenkreuz!" zum katholischen Weltjugendtag dieser Tage: junge Graffiti-Künstler, die (anstelle von bspw. Bundesbahn-Waggons) Flächen besprühen, auf denen Nazi-Schmierereien zu sehen sind / waren und deren religiöse Ausrichtung sie wie schon die Geschwister Scholl prägte. Die meisten sind deutsch und christlich (v. a. katholisch), aber es sind auch ausländische (u. a. Polen, Russland, Jemen, Türkei, Israel, Kamerun, Venezuela, El Salvador), moslemische und jüdische Jugendliche aktiv.

8 Antworten to “Gegen Fremdenfeindlichkeit”

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  1. Pingback vom Schäuble gegen Zwangsprostitution: » Magnus Becker | 01/09/06 um 13:32

    [...] Ihnen ist ausserdem klar, dass es nicht eine Verschärfung des Zuwanderungsrechts ist, die sich generell "gegen Ausländer" wendet (da wäre ich der erste, der -weil seit mehr als einem Jahrzehnt gegen Ausländerfeindlichkeit engagiert- protestiert). Die Gesetzesänderung richtet sich vielmehr gegen Zuhälter und Mädchenhändler! Ergreift also Partei für Ausländer (v. a. Ausländerinnen, besonders die jungen Mädchen aus Osteuropa, die oft zwangsverheiratet und dann auf den Strich gezwungen werden). Ergo: Herr Schäuble, übernehmen Sie! [...]

  2. [...] Schön, dass die Bekanntgabe der Nominierung des Films "Sophie Scholl -Die letzten Tage" für den Oscar auf meinen Geburtstag fällt. Zählt doch Sophie (wie auch ihr Bruder Hans) im politischen Spektrum zu meinen Idolen. Ich bin der Ansicht, dass der Kinofilm von Marc Rothemund, dessen Hauptdarstellerin Julia Jentsch dafür u. a. schon den Silbernen Bären, die Goldene "Lola" und den Europäischen Filmpreis erhielt, einen Oscar verdient hat! Er hat ihn allemal mehr verdient als der verrufene Streifen um zwei homosexuelle Cowboys, der per…fiderweise gleich für 8 Oscars nominiert wurde. Schade, dass Sonnenschein "Sophie Scholl" als ausländischer Film (nach "Der Untergang" in 2005 also auch diesmal wieder ein deutscher Film in der Kategorie “FOREIGN LANGUAGE FILM”) dazu nicht in Konkurrenz steht. Es wäre wohl eine Auszeichnung weniger geworden für "Brokeback Mountain". Abschließend noch einige wenige Worte dazu, warum ich auf diesem Blog dazu Stellung nehme: weil dieses Internet-Tagebuch zwar den Schwerpunkt "gegen sexuelle Gewalt / gegen Sexismus" (wenn Mädchen sich Sophie zum Vorbild nehmen, geraten sie übrigens ganz gewiss nicht von sich aus auf die schiefe Bahn, in die Drogen- und Rotlicht-Kriminalität!) hat, aber eben auch deutlich "gegen extremistische Gewalt / gegen Rassismus und Antisemitismus" Stellung bezieht. Das eine wie das andere ist Ausdruck widerwärtiger Menschenverachtung, der gegenüber Schweigen Schuld ist! Weitere aktuelle Blog-Beiträge zum Thema: "La forza del corragio" und "La mia Rosa Bianca" (leider beide nur in italienischer Sprache), "Sophie Scholl vägrade vara tyst!" (nur auf schwedisch), "Film Sophie Scholl" (auf niederländisch), "Une rose sans épines" (auf französisch), "Die Weiße Rose", ; vgl. auch die in den obigen Text eingebundenen Links auf Weblogs zur Scholl-Chance. [...]

  3. [...] Der Interessenverband Neue Medien (IVNM), dem unter anderem zahlreiche Firmen aus dem Erotikbereich angehören, will Hinweisen zu illegalen Inhalten im Netz, insbesondere Kinderpornografie und Rechtsradikalismus, nachgehen. Schön und gut! Doch was, wenn jemand Mädchen- und Frauenverachtung auch auf Seiten von IVNM-Mitgliedern anprangert? Bspw. auf Sites, die mit dem Kindchen- und Lolita-Schema "spielen" (selbst wenn die abgebildeten jungen Frauen alle schon 18 Jahre alt sein sollten). Wo ist die Grenze zwischen "geschmackvoller" und geschmackloser Sexualität? Ist die (digitale) Darstellung von Sex nicht auch in harmlosen Formen für junge Leute unzumutbar? Muss es sein, dass heutzutage schon 12- und 13-jährige girls mit Sex-Szenen am PC konfrontiert werden? Demütigend und in Gesellschaft junger Männer geradewegs peinlich, wie mir mehrere Mädchen berichtet haben. Nein, dem muss Einhalt geboten werden! Wer dabei aber auf FSK setzt, der hat leichtfertig den Bock zum Gärtner gemacht, ohne weitere Anstrengungen (eigene Jugend-, v. a. Mädchen-Medien ins Netz zu stellen, die deutliche Worte gegen Zwangs-Prostitution und -Pornographie finden) zu unternehmen. [...]

  4. [...] Gibt es womöglich eine DFB-Klage gegen die NPD wegen deren anti-Owomoyela-Kampagne? Ich würde das begrüßen! Die Neonazis müssen einsehen, dass sie zu weit gegangen sind. Sie brauchen eine gehörige (juristische) Abreibung! Es bedarf zudem neben härterer Repression verstärkte (staatliche) Anstrengungen in puncto Prävention! Nur, wenn Initiativen von friedfertigen Fans gegen gewaltbereite rechtsextreme Hooligans gefördert werden und die Medien von nun an jenen Fußball-Freunden mehr Aufmerksamkeit schenken, die nicht auf rassistische Randale aus sind, sehe ich der Fußball-WM hierzulande recht optimistisch entgegen. Andernfalls aber drohen (in den Augen ausländischer Gäste, die doch "zu Gast bei Freunden" sein wollen) verheerende Ausschreitungen mit einer Außenwirkung, deren Folgeschäden die nun u. U. in die Jugendarbeit zu investierenden Summen um ein vielfaches überschreiten würden! Doch der Image-Schaden ist natürlich nicht alles. Als jemand, der zahlreiche afrikanische bzw. dunkelhäutige Freundinnen und Freunde hat (z. B. den Fraktionsvorsitzenden der US im StuPa der Uni Münster, Eric Peter Pyne), weiß ich um die Angst vieler "Schwarzer", die diskriminiert und beleidigt werden. Um ihre Angst, eines Tages Opfer von rechtsextremer Gewalt zu werden. Vergessen wir das nicht! Vergessen wir diese Menschen nicht! Helfen wir, wo immer wir können! Halten wir allesamt gegen Fremdenfeindlichkeit zusammen! [...]

  5. [...] Mit friedlichen Protesten gegen den rechtsextremen Marsch durch Hiltrup werden die Bürgerinnen und Bürger zeigen, dass braune Kameraden in Münster (in egal welchem Stadtteil) unerwünscht sind! Auch ich rufe dazu auf, morgen ein deutliches Zeichen zu setzen. Zivilcourage, friedlich vorgetragen, wird uns auf die Dauer weitere Rechtsaußen-Aufmärsche ersparen! Der falsche Weg wäre weggucken, wegducken … doch wie weiter nach dem 6. Mai? Macht dann etwa wieder niemand mehr etwas wirklich Wirksames gegen Rassismus und Antisemitismus? Doch! Initiativen wie das "Weiße Rose-Jugendbündnis", studentische Gruppen wie die "US" und auch die diversen Kirchengemeinden und demokratischen Parteien sollten sich fortan auf ein allzeit gemeinsames Vorgehen gegen ultrarechte Tendenzen in unserer Stadt einigen! Die Aufmerksamkeit sollte jenen Menschen gewidmet werden, die sich für die Opfer von rechter Gewalt einsetzen bzw. alles dafür tun, dass erst gar niemand Opfer von Fremdenfeindlichkeit o. ä. wird. Keine Beachtung finden dürfen jedoch ein Axel Reitz oder Sascha Krolzig. Keinen Fußbreit den Faschisten! Alte Nazis, Neonazis, Rechtsextremisten und Rechtsradikale -wir wollen Euch hier nicht! Wir werden uns stets mit aller Kraft gegen Rassenhass und Intoleranz stellen. [...]

  6. [...] Dem kann ich nur beipflichten! Es muss endlich mehr getan werden gegen Neonazismus! Gewaltfreie Projekte junger Menschen gegen Fremdenfeindlichkeit bedürfen aller nur erdenklichen Unterstützung. Dann geben sie Anlass zur Hoffnung, dass die braune Bewegung hierzulande nie wieder eine Chance kriegt! Im Gedenken an Paul Spiegel sowie an meine Vorbilder Hans und Sophie Scholl möchte ich an alle Bloggerinnen & Blogger appellieren, gegen jede Form von Fremden- und Judenhass Flagge zu zeigen und gegenüber Intoleranz, Diskriminierung & Benachteiligung bedrohter Minderheiten nicht zu schweigen! [...]

  7. [...] Vorab: Militanz aller Art lehne ich ab. Als gewaltfrei lebender Mensch wende ich mich daher auch gegen die Tötung von Abtreibungsärzten. Unterstelle mir also bitte niemand, ich würde mich mit militanten, gewalttätigen oder -bereiten AbtreibungsgegnerInnen identifizieren. Sie sind (letzten Endes) ebenso Mörder wie die Abtreibungs-Ärztinnen und -Ärzte (die gegen ihren Eid verstoßen) selber. Auf Distanz gehe ich auch zu Neonazis, die diese Problematik zu instrumentalisieren versuchen. Sage mir also bitte niemand nach, ich sei selber neonazistisch. Diesen Unsinn sollten sich meine Widersacher sparen, denn sie wissen nur zu gut, dass sie (sofern überhaupt gegen Neonazismus engagiert) längst nicht so viel gegen die Braunen tun wie ich (tagtäglich). [...]

  8. [...] Über das StudiVZ wurde ja durchaus auch Kritisches vermeldet. Doch tatsächlich nimmt die Zahl der User zu, weil die meisten erkannt haben, wie sinnvoll es gerade für das Engagement gegen Rechtsextremismus ist. So gibt es seit einer Weile die Gruppe "Alle gemeinsam gegen Rassismus an der Uni Münster", Anfang Oktober gegründet von Dr. Eric Peter Pyne (bis ‘06 Münsters erster und einziger schwarzafrikanischer Studierenden-Parlamentarier). Der promovierte Politologe legt mit Mitstreitern wie Norbert und Olena großen Wert auf Aufklärungsarbeit gegen das Fußfassen extremer Rechter an der Westfälischen Wilhelms-Universität! Großen Wert auch darauf, dass das Problem nur gewaltfrei zu lösen ist. Derlei vorbildliche Freiwilligenarbeit für Toleranz unterstütze ich natürlich nach Kräften. Mit Verlinkung und Vernetzung, wo und wann immer ich dazu beitragen kann (auf die Gefahr hin, dadurch selber zur Zielscheibe von Rufmord ausgerechneter jener Kreise zu werden, die sogar vor dem Verlinken von Nazi Seiten nicht zurückschrecken). Um (HyperLink-)Hilfe bitte ich die Leserinnen & Leser meines Blogs! Es muss doch nicht jeder persönlich betroffen sein (wie ich durch die Liebe zu einer kamerunischen Studentin), um sich gegen die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe (u. v. m.) stark zu machen. Der NPD dürfen wir alle ruhig entschiedener die Stirn bieten! Im würdigen Gedenken an (auch meine Vorbilder) Hans & Sophie Scholl. [...]


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