Goldener Bär für “Grbavica”:
Die diesjährige Berlinale hat eine große Siegerin: die Regisseurin Jasmila Zbanic (1974 in Sarajevo geboren) hat mit dem Filmdrama "Grbavica -Esmas Geheimnis" den Goldenen Bären gewonnen. Das verkündete Charlotte Rampling (Präsidentin der Internationalen Jury) gestern bei der feierlichen Preisverleihung in Berlin. Damit hat sich die massive österreichische und deutscher Unterstützung bereits bezahlt gemacht. Glücklicherweise, war das Thema des Kinostreifens doch recht gewagt! Wer wie Frau Zbanic so mutig gegen Vergewaltigung im Krieg und im allgemeinen aufrüttelt, hat aber meiner Meinung jede nur erdenkliche Wertschätzung (im ideellen & finanziellen) verdient. Auch, wenn wams.de das etwas kritischer sieht ("es ist auf jeden Fall keine Fehlentscheidung. Denn der Wettbewerb war in diesem Jahr wirklich nicht allzustark und "Grabavica" ist ein solider Film mit einem ernsten Anliegen.")
Mit Jürgen Vogel erhielt ein dritter Deutscher (neben Moritz Bleibtreu für seine Rolle eines sexbesessenen Lehrers in "Elementarteilchen" und Sandra Hüller für ihren Part in "Requiem") einen Silbernen Bären, und zwar für eine "herausragende künstlerische Gesamtleistung". Wiederum in einem Werk, das sich gegen sexuelle Gewalt positioniert.