Kein Thema? Maßnahmen gegen sexuelle Gewalt ? Wahlkampf konzentriert sich nur auf “Arbeit, Arbeit, Arbeit!”

Kein Thema? Maßnahmen gegen sexuelle Gewalt? Wahlkampf konzentriert sich nur auf "Arbeit, Arbeit, Arbeit!" - darüber entbrannte ein Streitgespräch.

Die einen meinten, dass die Arbeitslosigkeit nun mal das größte Problem sei und dadurch viele Missstände in der Gesellschaft überhaupt erst entstünden, auch die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen (wegen der Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit) und die Gewalt (Kindesmissbrauch und -misshandlung) von Erwachsenen gegen junge Menschen. Viele würden sich infolge von Erwerbslosigkeit in den Alkoholismus oder andere Süchte (Spielsucht, Sexsucht usw.) flüchten. Viele würden dann infolge von Drogenmissbrauch auch Täter oder Opfer von sexuellem Missbrauch. Alles würde also mit dem Problem mangelnder Jobs zusammenhängen. Vorschläge in dieser Richtung waren Kombilohnmodelle für geringfügige Beschäftigungen im sozialen Sektor. So könnten Jugendliche und junge Erwachsene doch geschult werden, auffällige Gleichaltrige zu betreuen bzw. zu beraten. Dieser "peer-to-peer"-Ansatz würde sich sicher bewähren und den Helfern zudem (anders als bisher, wo es evtl. nur Ehrenämter sind) den Lebensunterhalt sichern, zudem zu mehr sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen führen.

Andere meinten, dass die Politik, die Politiker, die Parteien, Regierungen etc. "sowieso keine Arbeit schaffen können und ein Thema seit Jahrzehnten zum Schwerpunkt machen, für das es keine Lösungen gibt!" Also sollte man die Finger von der Arbeitsmarkt-Politik lassen, von der eh kaum jemand etwas verstehe, die Materie sei zu kompliziert. Die Energien solle man lieber gleich für Gesellschaftspolitisches aufwenden. Das heisst: in den Talkshows und Wahlsonder-Sendungen sollten vermehrt Opfer von sexualisierter Gewalt zu Wort kommen, ihrer Angst und ihrem Schmerz Ausdruck verleihen und die Politik in die Pflicht nehmen dürfen. Fragerunden finden demnach nur noch zu Themen wie "mehr Mittel für die Prävention gegen Hass und Gewalt" statt! Dies könne auch den Bereich benötigter "stärkerer Förderung von Jugendarbeit gegen Links- und Rechtsextremismus" und "effektiverer Drogenprävention" betreffen.

Fazit war, dass ein Ausgleich der Interessen nur sehr schwer möglich ist, aber alles Menschenmögliche getan werden müsse, um Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl zu schützen! Optimum sei die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes! Dass dies in erster Linie der CDU/CSU zugetraut wird, daraus machten die meisten Erst- und JungwählerInnen keinen Hehl! Denn das rot-grüne Spektrum, so wurde mit Ernüchterung festgestellt, habe nichts Besseres zu tun, als Ablenkungs- und Störmanöver gegen engagierte Jugendinitiativen und sie unterstützende Parteien der Christdemokratie mit unser aller Steuergeld aus dem Boden zu stampfen. "Fischer, Schröder und ihre Lakaien sollten sich in Grund und Boden schämen für ihre Rufmord-Kampagnen, ihre Hass-, Hatz- und Hetz-Blogger. Würden diese auch nur halb so viel Kraft und Zeit auf die Hilfe für ratsuchende Jugendliche im Netz verwenden, wäre ein Großteil der Probleme längst gelöst. Stattdessen vergeudete der linke Stoßtrupp seine Power z. B. lieber mit Spam gegen die CSU.

So riefen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops denn auch zum Abschluss dazu auf, "Frau Merkel diese eine Chance zu geben! Bitte nutzen Sie sie dann, wenn Sie es schaffen, Frau Kanzlerin!"

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