Marco – “Schlag ins Gesicht von Missbrauchsopfern”?
Die Freilassung von Marco W. ( =" Weiss", weiß ja eh jeder) hat hohe Wellen geschlagen. Die Opfer-Vereinigung "Weißer Ring" sprach gar von einem "Schlag ins Gesicht". Genauer: „Für Missbrauchsopfer ist es ein Schlag ins Gesicht, wenn der mutmaßliche Täter hofiert wird.“ Und hofiert, das muss man auch als eher dem jungen Deutschen Glauben schenkender Bürger zugeben, wird er leider viel zu sehr. Selbst, wenn er unschuldig war bzw. ist und dem 13jährigen Mädchen Charlotte kein Haar gekrümmt hat, hat er noch lange nicht so viel Rampenlicht (schon gar kein bezahltes) verdient! Und auch keine Privilegien wie die, den Realschulabschluss ohne Prüfungen zu erhalten. Tja, nun soll Marco auch schon wieder zurück in die Türkei… um seine "Ehre" zu retten.
6 Antworten to “Marco – “Schlag ins Gesicht von Missbrauchsopfern”?”
-
wer sagt dass marco die 13-jährige missbraucht hat? wenn das so wäre, würde doch sicherlich sein freund oder deren schwester darauf aufmerksam, oder??!!
-
Diesem Beitrag kann ich ganz und gar nicht zustimmen. Ich bin der Meinung, dass Marco unschuldig ist und das dieser Beitrag nicht gerechtfertigt ist.
-
ich glaube auch, dass es sich hierbei um einen fall handelt, wo ein mädchen angst vor der eigenen courage gekriegt hat, die mutter hysterisch von ihrer vernachlässigung der aufsichtspflicht mittels lenken der aufmerksamkeit auf einen unschuligen abgelenkt hat. diese sache ist ihr dann über den kopf gewachsen und anstelle das richtige zu tun, weigert sie sich, wenigsten einmal das richtige zu tun. wenn üb erhaupt jemand an irgendwas schuld ist, ist es die charakterlose mutter der kleinen.
-
Das seh ich auch anders. Ein Jugendlicher der Monate lang, ohne Prozess, ohne Beweise und wahrscheinlich unschuldig in einem Knast im Ausland hockt, dem kann es nur besser gehen.
Der hat meiner Meinung nach auch “das Rampenlicht” verdiehnt.
Der Fall war nun halt mal ein Skandal. -
Es gibt genau zwei Menschen, die wissen, was da genau in der Türkei passiert ist. Alle andere spekulieren nur, auch die türkische Justiz, sonst hätten sie ihn nicht frei gelassen. Marco W. ist also unschuldig – denn das ist jeder, dessen Schuld nicht erwiesen ist. Ihn in dieser Situation als “mutmaßlichen Täter” zu bezeichnen ist eine Unverschämtheit vom “Weißen Ring”. Noch unverschämter aber ist es, jemanden, der womöglich unschuldig über ein halbes Jahr lang im Knast war, vorzuhalten, er werde zu sehr hofiert. Ich glaube, der Junge würde dankbar auf dieses “Rampenlicht” verzichten, hätte er dafür ein normales Jahr 2007 erleben dürfen.
-
Der obere Beitrag ist zwar jetzt schon eine Weile her, aber immer noch eine Frechheit erster Größenordnung. Für einen Unschuldigen kann die Wiedergutmachung gar nicht hoch genug sein. Selbst wenn Marco z.B. für ein Buch über seine Erlebnisse Millionen verdienen sollte, wäre dieses doch nur ein kleiner Trostpflaster, der eigentlich gar nichts wiedergutmacht. Mit den traumatischen Erlebnissen wird er sein Leben lang zu kämpfen haben.
Marco hat seinen Realschulabschluss zudem nicht geschenkt bekommen. Wieder einmal eines dieser boshaften Unterstellungen. Marco war und ist ein guter Schüler, der seine schriftlichen Arbeiten damals längst geschrieben hatte. Was fehlte, war einzig und allein die mündliche Note, die aber aber für ein Bestehen nicht mehr ausschlaggebend war.