Oscar für Sophie Scholl? Hoffentlich!
Schön, dass die Bekanntgabe der Nominierung des Films "Sophie Scholl -Die letzten Tage" für den Oscar auf meinen Geburtstag fällt. Zählt doch Sophie (wie auch ihr Bruder Hans) im politischen Spektrum zu meinen Idolen. Ich bin der Ansicht, dass der Kinofilm von Marc Rothemund, dessen Hauptdarstellerin Julia Jentsch dafür u. a. schon den Silbernen Bären, die Goldene "Lola" und den Europäischen Filmpreis erhielt, einen Oscar verdient hat! Er hat ihn allemal mehr verdient als der verrufene Streifen um zwei homosexuelle Cowboys, der per…fiderweise gleich für 8 Oscars nominiert wurde. Schade, dass Sonnenschein "Sophie Scholl" als ausländischer Film (nach "Der Untergang" in 2005 also auch diesmal wieder ein deutscher Film in der Kategorie “FOREIGN LANGUAGE FILM”) dazu nicht in Konkurrenz steht. Es wäre wohl eine Auszeichnung weniger geworden für "Brokeback Mountain". Abschließend noch einige wenige Worte dazu, warum ich auf diesem Blog dazu Stellung nehme: weil dieses Internet-Tagebuch zwar den Schwerpunkt "gegen sexuelle Gewalt / gegen Sexismus" (wenn Mädchen sich Sophie zum Vorbild nehmen, geraten sie übrigens ganz gewiss nicht von sich aus auf die schiefe Bahn, in die Drogen- und Rotlicht-Kriminalität!) hat, aber eben auch deutlich "gegen extremistische Gewalt / gegen Rassismus und Antisemitismus" Stellung bezieht. Das eine wie das andere ist Ausdruck widerwärtiger Menschenverachtung, der gegenüber Schweigen Schuld ist! Weitere aktuelle Blog-Beiträge zum Thema: "La forza del corragio" und "La mia Rosa Bianca" (leider beide nur in italienischer Sprache), "Sophie Scholl vägrade vara tyst!" (nur auf schwedisch), "Film Sophie Scholl" (auf niederländisch), "Une rose sans épines" (auf französisch), "Die Weiße Rose"; vgl. auch die in den obigen Text eingebundenen Links auf Weblogs zur Scholl-Chance.
Mehr über Sophie:
Name: Sophie Scholl
Geburtstag: 9. Mai 1921
Geburtsort: Forchtenberg / Württemberg
Lebenslauf:
Ab 1932: Besuch der Mädchenoberschule in Ulm
Frühjahr 1933: Eintritt in die Hitlerjugend und Führerinnenfunktionen in der Jungmädelschaft und im BDM
1940: Abitur, dann Kindergärtnerinnenseminar in Ulm-Söflingen
1941: Reichsarbeitsdienst in Krauchenwies bei Siegmaringen. Anschließend Kriegshilfsdienst als Hortnerin in Blumberg.
Mai 1942: Einschreibung in der Universität München für Biologie und Philosophie. Dort macht ihr Bruder, der dort Medizin studiert, sie mit seinen Freunden bekannt
1942: Rüstungseinsatz in einem Ulmer Metallbetrieb
18.2.1943: Verhaftung beim Auslegen des 6. Flugblattes (ausgerechnet am 63. Jahrestag von Sophies Festnahme maßen sich div. Neonazis in Münster an, braune Hetze zu verbreiten. Der Widerstand gegen die Rechtsextremisten wird stärker)
22.2.1943: Verurteilung zum Tode zusammen mit ihrem Bruder und C. Probst; Tod durch das Fallbeil (wenn sich dieser Todestag zum 63. Mal jährt, ist der Film "Sophie Scholl" übrigens auf Premiere zu sehen!)
