Schäuble gegen Zwangsprostitution:
Ich werde die Entwicklung der aktuellen Debatte zum Gesetzesvorhaben der Bundesregierung nun kontinuierlich begleiten. Heute beziehe ich mich auf einen Bericht im Hamburger Abendblatt:
Dort werden Bedenken von FDP, Grünen "und Türken" geschildert. Doch das erweckt einen falschen Eindruck. Die meisten Türkinnen und Türken, die ich kenne (und mit denen ich meistenteils befreundet bin), begrüßen das Ansinnen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble ausdrücklich! Denn die meisten türkischen Mitbürger und Mitbürgerinnen lehnen Zwangsehen eh ab und distanzieren sich von den Ausnahmen, die die Regel bestätigen! Die meisten jungen Türken (Türkinnen v. a.) sind sogar ganz im Gegenteil der Auffassung, dass ein solches Gesetz nicht nur in Deutschland längst überfällig ist, sondern auch in der Türkei, so sie denn in die EU will.
Ihnen ist ausserdem klar, dass es nicht eine Verschärfung des Zuwanderungsrechts ist, die sich generell "gegen Ausländer" wendet (da wäre ich der erste, der -weil seit mehr als einem Jahrzehnt gegen Ausländerfeindlichkeit engagiert- protestiert). Die Gesetzesänderung richtet sich vielmehr gegen Zuhälter und Mädchenhändler! Ergreift also Partei für Ausländer (v. a. Ausländerinnen, besonders die jungen Mädchen aus Osteuropa, die oft zwangsverheiratet und dann auf den Strich gezwungen werden). Ergo: Herr Schäuble, übernehmen Sie!
