“Transparency International” vorbildlich gegen Korruption!

Kaum zu glauben, dass eine der vorbildlichsten Organisationen derzeit als "Sau" durchs Kleinbloggersdorf getrieben wird. Wer da wohl ein Interesse dran hat? Hier mal für alle, die sich mit dem positiven Wirken von "Transparency International – Deutschland e.V." bislang noch nicht beschäftigt haben, folgende Informationen:

Vorab
: Anregungen (z. B. Vorschläge für Verlinkungen zum Thema) bitte an die E-Mail-Adresse magnus@magnusbecker.de! Thx. Damit keinerlei Missverständnisse aufkommen: Moni und ihrer Freundin sollte und kann sicherlich geholfen werden. Mehr als mit einer Kampagne und eigenen juristischen Schritten kann das aber in einer gütlichen Einigung unter vernunftbegabten erwachsenen Menschen erfolgen. Oder?

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Transparency International – Deutschland e.V.

(kurz: "Transparency Deutschland" oder TI-D)

arbeitet gemeinnützig und ist politisch unabhängig. TI-Ds Grundprinzipien sind Integrität, Verantwortlichkeit, Transparenz und Partizipation der Zivilgesellschaft.

TI-D meint: Eine effektive und nachhaltige Bekämpfung und Eindämmung der Korruption ist nur möglich, wenn Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten und Koalitionen bilden:

  • zur Schärfung des öffentlichen Bewusstseins über die schädlichen Folgen der Korruption und
  • zur Stärkung nationaler und internationaler Integritätssysteme.

Entsprechend sehen wir es als unsere Aufgabe, die Beteiligten zur Schaffung von Transparenz zusammen zu bringen und organisieren dazu öffentliche Veranstaltungen, Seminare aber auch Einzelgespräche.

Wer Transparency Deutschland beitritt, verpflichtet sich den Zielen von TI. Für Einzelmitglieder heißt dies, sich aktiv für die Bekämpfung von Korruption einzusetzen und die Ziele von Transparency Deutschland öffentlich zu vertreten. Auch für korporative Mitglieder bedeutet die Mitgliedschaft mehr als eine verbale Bekundung und pauschale Zustimmung: Durch die Unterzeichnung einer Selbstverpflichtungserklärung verpflichten sich die korporativen Mitglieder zu hohen ethischen Standards im Geschäftsverkehr und erklären, dass sie Korruption in jeder Form ablehnen und sie im eigenen Bereich weder anwenden noch dulden, dass sie ihre Beschäftigten gegen Korruption sensibilisieren und schulen, und dass sie sich in den jeweiligen Interessenverbänden aktiv zur Bekämpfung von Korruption einsetzen.

Transparency Deutschland arbeitet mit Seminaren und öffentlichen Veranstaltungen daran, dass seine Mitglieder sich als Vorreiter im Kampf gegen Korruption verstehen und darstellen.

Transparency arbeitet nicht konfrontativ, sondern sucht Koalitionen mit Regierungen, Verwaltungen und Politikern, mit der Wirtschaft und mit Gruppen der Zivilgesellschaft, die eine vertrauenswürdige, transparente, werteorientierte, zivile demokratische Politikkultur vertreten.

Demokratie bedeutet gleiche Zugangsmöglichkeiten zu politischen Entscheidungen und setzt den gleichen und freien Zugang zu den entscheidungsrelevanten Informationen voraus. Die demokratische Staatsform wird nur als eine nicht-korrupte Demokratie überleben. Dazu müssen ihre Grundlagen – Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit – für den Einzelnen erfahrbar bleiben.

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Erwähnenswerte Einschätzungen zum "Fall Transparency":

Joerg Moellenkamp fragt u. a. : "Hat die Geschichte keinen Nachrichtenwert?" Zurecht weist Catweasel in einem Kommentar dazu "(…)  aber auf den Zeitdruck hin, dem besonders bekanntere Blogs unterliegen, ihre "Story" als erste zu publizieren.  (…)".  Ein wichtiger Aspekt, wie ich finde. Also schrieb ich:

Richtig. Und oft wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht, der aber höchstens eine Sau ist, die durchs Dorf getrieben werden soll. Sofern nicht neuere Fakten bekannt werden, wird das die sog. "konventionellen Medien" nicht weiter tangieren.

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kreuzblogger schreibt u. a.: "leider ist dies heute nicht mehr selbstverständlich und deshalb hat es mich sehr gefreut, dass einige blogger nicht nur ihre solidarität bekundet haben, sondern den fehdehandschuh aufgenommen haben und als weiße ritter in die schlacht gegen den ethikfuzzi und seine bagage ziehen. …" Dazu:

Wenn die "Weißen Ritter" wirklich "weiß" sind, gut. Moni scheint die Solidarität auch verdient zu haben. Doch sollten alle Blogger(innen) aufpassen, wie sie TI D bzw. deren Ethikbeauftragten "niederschreiben". Sonst ist es am Ende gar nicht mehr möglich zu deeskalieren, ohne dass eine Seite ihr Gesicht verliert bzw. irreparabel beschädigt ist. Schimpfwörter wie "Bagage" sind da leider letzten Endes nicht sehr hilfreich.

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3 Antworten to ““Transparency International” vorbildlich gegen Korruption!”

  1. Kommentar by Que(e)rbeet | 03/27/06 at 14:21

    Deine Feinde verfluchen Dich deshalb als QuerULANT, ich kenne aber auch viele, die Dich als QuerDENKER schätzen! Weiter so!!

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  1. [...] Inzwischen scheint der eigentlich "alltägliche" Vorgang tatsächlich zum ‘Größten anzunehmenden Unfall’ in Sachen ‘Public Relations’  zu werden. Die Krisen-PR steht wohl mehr in der Kritik als die eigentliche Vorgeschichte, oder? Denn wenn nun sogar der FOCUS berichtet, ist "Alarmstufe Rot" angesagt, nicht? Nur schade, dass so dem Ansehen einer durch und durch vorbildlich arbeitenden und unterstützenswerten Organisation wie "Transparency International" womöglich Schaden zugefügt wird. All jene (Korrupten), die TI ins Visier genommen hat, grinsen sich nun wahrscheinlich einen. Anderseits hätte TI vielleicht von Anfang an den kritischen Eintrag im Blog von Moni besser ignoriert statt juristische Konsequenzen anzukündigen. Nun, noch ist es zu einer friedlichen Einigung (hoffentlich) nicht zu spät und es wird anwaltlich ab- statt aufgerüstet (Abmahnwahn auf beiden Seiten lässt einen nur noch mit dem Kopf schütteln). Und wenn die Bloggerinnen und Blogger, die derzeit TI (zuvor "Euroweb") als "Sau" durchs Dorf treiben, hernach die wirklichen Säue (korrupte Personen, Organisationen und Institutionen, gegen die TI beispielhaft kämpft) "schlachten", dann kann sich die Blogosphäre auch noch nützlich machen statt nur Spielchen zu spielen, die die Besucherzahl des jeweils eigenen Blogs erhöhen. "Blogger gemeinsam gegen Korruption" -das wäre mal ein erstrebenswertes Projekt! [...]

  2. [...] Transparency International Deutschland reagiert richtig und vergeudet keinerlei Zeit mehr "gegen Moni", sondern TI-D konzentriert sich absolut auf ihre eigentliche Aufgabe, den Kampf gegen Korruption. Kompliment! Der Super-GAU wird damit abgewendet. Anwaltliche Abmahnung? Wird nicht erfolgen! Transparency International ist eine Organisation, die sich der Ethik und Integrität verschrieben hat? Ja, sie bleibt es! Berechtigt zudem die Kritik von TI-D an diversen MobberBloggern: "Wir sind in die Mangel der Blogger gekommen", sagt Herr Bäumel von der deutschen Sektion von Transparency International. "Die Sichtweise ist: Goliath schlägt David. Auf der anderen Seite darf David machen, was er will. Uns hat gestört, dass mit den Fakten nicht richtig umgegangen wurde. (…) Wir haben nichts Rechtswidriges getan. Einer Festangestellten wurde die Probezeit nicht verlängert. Mehr ist es nicht." Punkt. Ach ja: die Öffentlichkeitsarbeit von TI-D gilt als ausgezeichnet! Berechtigt auch die Kritik von tagesschau.de an diversen Hetzern: "Die Fakten überprüft oder sich wie professionelle Journalisten mit Transparency International als Gegenseite in Verbindung gesetzt hatten die privaten Blogbetreiber dabei meist nicht".  [...]


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